Nachhaltigkeit im Umwelt-Bildungszentrum Berlin

Als Tagungs- und Schulungsstandort ist das Umwelt-Bildungszentrum Berlin ein Ort, an dem Nachhaltigkeit nicht nur praktisch umgesetzt, sondern auch weitergegeben wird. Vor dem Hintergrund des 3-Säulen Konzeptes, in dem soziale, ökonomische und ökologische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden, übernehmen wir Verantwortung in den Bereichen Bildung, Ressourcen und Gesellschaft. So gestalten wir die Zukunft aktiv mit, um uns den Herausforderungen des Klimawandels, der Energiewende und der wachsenden Ungleichheit unter Menschen und Gesellschaft zu stellen.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Einblick in unsere nachhaltigen Aktivitäten und unser Bildungsengagement:

Ökologisches und ökonomisches Engagement im Bereich:

> Gastronomie

>  Energie- und Abfallmanagement

>  Gebäude und Außenanlage

Soziales Engagement im Bereich:

>  Bildung

>  Unternehmensnetzwerk

Zum Umwelt-Bildungszentrum Berlin allgemein

Nachhaltigkeit in der HOGA-Branche

Viele HOGA-Betriebe befinden sich aktuell im Spannungsfeld zwischen einem ökologischen Interesse und ökonomischen Zwängen.

Dieses nachhaltige Interesse ist groß – nicht zuletzt begründet durch die Abhängigkeit einer intakten Umwelt und dem derzeitigen Fachkräftemangel. Außerdem ist Grün längst nicht mehr nur eine Frage der Überzeugung, sondern ein kalkulierbarer Wettbewerbsfaktor geworden. So werden Hotellerie und Gastronomie durch die veränderte Wahrnehmung der Gäste, die zunehmend Handlungen hinterfragen, und durch Esskulturen und –trends beeinflusst.

FORUM Berufsbildung hat sich mit dem Bau des Umwelt-Bildungszentrum Berlin diesem Thema angenommen. Als 2014 eröffnetes, somit sehr junges gemeinnütziges Unternehmen stehen wir noch am Anfang unseres Engagements.

Zukünftig sind weitere Aktivitäten und Bildungsangebote zum Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen vorgesehen, die Sie hier mit verfolgen können.

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Nachhaltigkeit in der Gastronomie

Unser Chefkoch und Ausbilder André Koschitzki bereitet mit seinen Umschülern Köstlichkeiten aus regionalen und saisonalen Produkten zu. Hierfür nutzt er auch selbstangebautes Gemüse und Kräuter aus dem anliegenden Kräutergarten. Sie finden in unseren Beeten neben verschiedenen Salatsorten u.a. Kartoffeln, Lauch und Zucchinis auch „alte“ Gemüsesorten wie Pastinaken, Mangold und Topinambur.

Da wir fast ausschließlich auf Produkte umliegender Hersteller zurückgreifen, sind die eingesetzten Zutaten besonders frisch. Bei Fisch und Fleischerzeugnissen greifen wir ausschließlich auf Produkte des Lieferanten „Havelland“ zu. Das Fleisch stammt hier aus artgerechter Tierhaltung, auch der Fisch ist aus nachhaltigem Fischfang.

Zusätzlich orientieren wir uns an dem WWF-Einkaufsratgeber. Obst, Gemüse, Backwaren, Stärkebeilagen sowie Molkereiprodukte und Säfte bestellen wir bei unserem Naturkostlieferanten Midgard. Es handelt sich hier um regionale Produkte aus ökologischem Anbau. Von lokalen bzw. regionalen Produkten spricht man, wenn diese in derselben Region erzeugt und verbraucht werden. Sie sind frisch und tragen durch kurze Transportwege zum Klimaschutz bei. Weiterhin leisten regionale Produkte und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung in der Region – es bleiben u.a. Arbeitsplätze erhalten und es steigt die regionale Wertschöpfung.

Dennoch beziehen wir auch andere Regionen ein, richten uns dabei nach der Saison und der damit verbundenen Verfügbarkeit. Wir verzichten auf Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Geschmacksverstärker. Gern passen wir uns außerdem Ihrem individuellen Tages- bzw. Tagungsrhythmus an.

In unserem Getränkesortiment finden Sie vorwiegend Säfte von bekannten Biomarken. Bier und Limonade stammen von einer weltweit führenden Bio-Brauerei.

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Nachhaltigkeit im Bereich Energie- und Abfallmanagement

Reinigungsmittel
Wir verwenden ausschließlich ökologisch abbaubare Reinigungsmittel. Die Produkte sind mit dem blauen Engel ausgezeichnet und nach ISO  14024, 14001 und 9001 zertifiziert. Für den Einsatz der Reinigungsprodukte benötigt man nur eine geringe Dosierung. Sie sind ebenfalls frei von Gefahrenstoffen und werden mit kaltem Wasser verarbeitet. Alle Reinigungsmittel werden in einem umweltfreundlichen Nachfüllpack angeboten. Sie erfüllen somit optimal die Umweltschutzerfordernisse in der Reinigung von Gebäuden.

Energieversorgung
Der Strom stammt von Ökostromanbieter und wird zu 100% durch regenerative Ressourcen erzeugt. Zudem heizen wir mit einer Holzpelletanlage, was die Umwelt weniger mit klimaschädlichem Kohlendioxid belastet. Bei der Verbrennung wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum bei der Bildung des Holzes aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Gegenwärtig werden die meisten Pellets von deutschen Firmen aus Sägespänen hergestellt. Weitere ökologische und volkswirtschaftliche Vorteile von Holzpellets sind die Preisersparnis gegenüber Öl und Gas, die kurzen Transportwege, die regionale Wertschöpfung und somit der Erhalt heimischer Arbeitsplätze.

Mülltrennung
Für eine sorgsame Mülltrennung haben wir im gesamten Haus farbige Sammelbehälter aufgestellt, um zum einen eine Mehrfachtrennung zu ermöglichen und zum anderen die Menge an falsch eingeworfenen Abfällen zu verringern.

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Nachhaltigkeit im Bereich Gebäude und Außenanlage

Das Umwelt-Bildungszentrum Berlin wurde auf den Grundrissen des alten Bauernguts Havelmathen errichtet. Dabei wurde, wenn möglich, die alte Bausubstanz in den Neubau integriert. Auch Fledermauswandschalen wurden im Neubau vorgesehen. Sie können sowohl im Sommer als auch im Winter als Versteck genutzt werden. Durch die in der Innenseite vorgeformten, unterschiedlichen Hangtiefen findet eine überaus große Artenvielfalt hier ein Quartier.

Um die Biodiversität zu fördern, gibt es abseits der Beete auf unserem Gelände eine Wildblumenwiese. Hier hat nicht nur das Auge etwas davon. Durch den abwechslungsreichen, naturnahen Lebensraum bietet dieser Nahrung und Brutgelegenheit für Schmetterlinge, Bienen, Käfer und viele weitere Insekten. Unterstützend haben wir ein Insektenhotel als Nisthilfe für Wildbienen aufgestellt. Die Beete werden mit ökologischem Dünger aus Hufschnitten von Pferd und Rind von umliegenden Höfen versorgt.

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Nachhaltigkeit im Bereich Bildung

Das internationale politische Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung, die Agenda 21, nennt in Artikel 36 „Bildung“ als Schlüsselfaktor auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Als Schulungsort und Tochterunternehmen des Bildungsträgers FORUM Berufsbildung werden im Umwelt-Bildungszentrum Berlin seit 2014 folgende Bildungsangebote im Bereich Hotellerie und Gastronomie angeboten.

Umschulungen

Das Umwelt-Bildungszentrum Berlin ist ein Tagungs- und Seminarhaus der besonderen Art. Unter der Leitung eines Ausbilderteams tragen hier Umschüler dazu bei, dass Ihre Tagungen, Seminare und Veranstaltungen zu einem außergewöhnlichen Erlebnis und einem kulinarischen Hochgenuss werden.

Von der Angebotslegung über Warenbestellung und Personaleinsatz, bis hin zur Menü/Buffetgestaltung und dem Service am Gast: Unsere zukünftigen Fachkräfte werden in alle Prozesse mit eingebunden. Hochmotiviert und voller Tatendrang bedienen, versorgen und verwöhnen die Umschüler unsere Gäste.

Sie lernen Aufgaben selbst zu koordinieren und Entscheidungen zu treffen. Noch nicht jeder Handgriff sitzt perfekt, dafür Leidenschaft und Charme sich um das Wohl der Gäste zu sorgen. Durch das handlungsorientierte Lernen wird die Ausbildungsqualität gesteigert und Menschen für die Branche begeistert. So wird ein entscheidender Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet.

In den Weiterbildungen unterstützen wir neben den regulären Unterrichtsinhalten auch den Leitgedanken für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), alle Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und Wissen über nachhaltiges Denken und Handeln zu vermitteln. Das bedeutet nicht nur im eigenen Alltag, sondern auch im Berufsleben nachhaltig zu denken und zu handeln und Prozesse im Unternehmen dahingehend mitzugestalten. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag für Gesellschaft und Umwelt.

So realisieren wir die Ziele:

  • Das Handwerk wird richtig erlernt und frische, regionale nicht portionierte Produkte werden eingekauft, bzw. aus eigenem Anbau genutzt.
  • Wir verzichten komplett auf Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.
  • Wir realisieren ein optimales Lagerungs- und Abfallmanagement, sowie Energiemanagement.
  • Zu den Unterrichtsinhalten gehören u.a., Green Marketing, Grünes Catering, ökologische Landwirtschaft, KlimaKüche, sowie das Modul „Nachhaltig leben und handeln“.

Nachhaltig leben und handeln

Alle Umschüler/-innen von FORUM Berufsbildung absolvieren ein zweitägiges berufsübergreifendes Modul, bei dem sie gemeinsam Fragen von Nachhaltigkeit und Arbeit erörtern:

  • Wie üben wir unsere Berufe aus und schonen dabei gegenwärtige und zukünftige Ressourcen?
  • Wie vermeiden wir Wertschöpfungsketten, an deren Ende Abfallprodukte und verbrauchte Ressourcen stehen und schaffen stattdessen Wertschöpfungskreisläufe?
  • Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit nicht nur in der Produktion, sondern auch in der Personalwirtschaft oder dem Rechnungswesen?

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Unternehmensnetzwerk

Netzwerken für die Nachhaltigkeit

Mit besonderen Partnern wie der KlimaWerkstatt Spandau und dem Startup–Unternehmen the COOKS CONNECTION Berlin treffen wir uns regelmäßig, um uns über Ideen und Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit und kulinarische Trends auszutauschen. So traten wir beispielsweise auf der Kochshow der NextOrganic 2015 auf oder diskutierten beim Get-together mit traditionellen Spandauer Unternehmen und dem Bezirksrat Carsten Röding zum Thema „Regional genießen – Ernährungswirtschaft in Spandau“.

Zusätzlich dient das Umwelt-Bildungszentrum Berlin als Veranstaltungsort für innovative Themenabende wie „LebensMittelPunkt Spandau- Regionale Nahrungsproduktion und Direktvertrieb von frischen Lebensmitteln im Bezirk stärken“.

Als Tochterunternehmen von FORUM Berufsbildung präsentierte sich das Umwelt-Bildungszentrum Berlin auf der BioOst, um mit regionalen Bioanbietern ins Gespräch zu kommen.

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